In seiner Ausstellung im Kronacher Kunstverein lädt der Fotograf Stephan Amm zu einer visuellen Reise in das Herz der heimischen Natur ein.
Die Fotografien von Stephan Amm erzählen von einer Landschaft, die dem aufmerksamen Betrachter ihre Geheimnisse offenbart. Mit sicherem Blick für die Schönheit urwüchsiger Wälder, filigraner Pflanzenstrukturen und eindrucksvoller Lichtstimmungen entstehen Bilder, die durch Ruhe und Intensität faszinieren. Der Kronacher Fotograf widmet sich seit vielen Jahren den Naturräumen Oberfrankens und insbesondere dem Frankenwald, dessen Vielfalt und Wandel er mit seiner Kamera dokumentiert. Die Ausstellung im Kronacher Kunstverein versammelt eindrucksvolle Naturaufnahmen, die ästhetisch berühren und die unverstellte Schönheit einer einzigartigen Landschaft einfangen.
Der Fokus der Schau liegt auf dem Ökosystem Wald – einem Ort, der gleichermaßen Beständigkeit und stetigen Wandel erkörpert. In überwiegend großformatigen Aufnahmen präsentiert Stephan Amm die Vielfalt dieses Lebensraums: von weiten, atmosphärischen Landschaftspanoramen über charakterstarke Tierporträts bis hin zu den oft übersehenen, fragilen Details am Waldboden. Die Wahl des großen Formats ist dabei bewusst gesetzt: Sie lässt den Betrachter förmlich in die Szenerie eintauchen und macht die Stille, die Texturen der Rinden und das Spiel des Lichts geradezu physisch greifbar. Seine Arbeiten sind keine bloßen Dokumentationen, sondern stimmungsvolle Interpretationen, die das Verborgene sichtbar machen.
Stephan Amm, 1972 im oberfränkischen Kronach geboren, wurde die Naturverbundenheit in die Wiege gelegt. Schon früh begleiteten ihn die Leica seines Vaters und die Begeisterung für die fränkische Fauna und Flora auf sonntäglichen Wanderungen. Während der Studienzeit vertiefte er sein technisches Handwerk im eigenen Schwarzweiß-Labor. Trotz der Faszination für das urbane Leben zog es ihn zurück in seine ländliche Heimat, wo er in der Natur den idealen Ausgleich zu seinem Beruf als Apotheker fand. Was als Leidenschaft begann, erkannte er bald als seine wahre Berufung. Seit dem Schritt in die Selbstständigkeit als Fotograf im Jahr 2014 hat er sich international einen Namen gemacht. Seine Werke werden weltweit in Fachmagazinen, Büchern und Kalendern publiziert und bei renommierten Wettbewerben prämiert. Ein bedeutender Meilenstein war der Gewinn des Fritz-Pölking- Preises 2019, einer der wichtigsten Auszeichnungen für Naturfotografie in Europa. Seit 2024 verbindet er seine beiden Welten auf neue Weise und führt neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch eine Apotheke in Selbstständigkeit.
Literarische Matinée | 21.Juni 2026 | 11 Uhr Oda Gräbner: „Anatomie der Wolken“ von Lea Singer
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Sabine Raithel anlässlich der Eröffnung der Ausstellung von Jakob Limmer und Tobias Molitor
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