Konzert
FREITAG | 22.05.2026 | 19:00 UHR
JAN-PETER ITZE
SEINE MUSIK BEWEGT SICH ZWISCHEN JAZZ, ELEKTRONISCHER MUSIK, POP UND FILMMUSIK
Eintritt frei

Atelierausstellung
UDO MÜLLER
„My private Sistine“
Stonepaintings
15. Mai bis 12. Juni 2026
Eröffnung der Ausstellung: Freitag | 15. Mai 2026 | 18 Uhr
Ort: Atelier des Künstlers | Valentin-Fischer-Straße 10 | 96328 Küps-Au
Begrüßung und Einführung: Sabine Raithel, KKV
Musik: Bernd Meusel, alias „Easy Springsteen“
Erstmals stellt der Kronacher Kunstverein einen Künstler und sein Werk nicht in der Galerie, sondern im Atelier des Künstlers vor. In Au bei Küps hat Udo Müller in einer stillgelegten Bäckerei einen außergewöhnlichen Kunsterlebnisraum geschaffen. Er nennt ihn „My private Sistine“, seine persönliche Sixtinische Kapelle. Hier zeigt er seine „Stonepaintings“: Wandobjekte mit Tiefgang und Tiefenschärfe, die aussehen wie gemalt, die er jedoch in Mosaiktechnik kreiert.
Öffnungszeiten der Atelier-Ausstellung in Küps-Au: 15. Mai bis 12. Juni 2026 | jeweils donnerstags und freitags | 15 bis 18 Uhr.
Die Kunst-Bäckerei in Au öffnet ihre Türen
In einer ehemaligen Bäckerei in Au bei Küps hat Udo Müller einen außergewöhnlichen Kunst-Erlebnisraum geschaffen. Hier zeigt er seine „Stonepaintings“: Bilder, die er in Mosaiktechnik aufwändig herstellt. Nun gibt es in Kooperation mit dem Kronacher Kunstverein eine erste Ausstellung.
Küps-Au. Es ist ein Raum, der staunen lässt, der berührt und der dazu einlädt, inne zu halten. Völlig unerwartet, mitten in dem kleinen Ort Au bei Küps. In einer ehemaligen Bäckerei hat der Künstler Udo Müller einen Raum geschaffen, der Kunst - abseits vom üblichen Galerie- oder Museumsbetrieb - erlebbar macht. Kunst, die ebenso ungewöhnlich ist wie der Ort, an dem sie gezeigt wird. „My private Sistine“, seine ganz persönliche Sixtinische Kapelle, nennt Udo Müller das neu entstandene Gesamtkunstwerk aus Raum und Objektkunst augenzwinkernd. Wandobjekt reiht sich hier an Wandobjekt und bildet ein funkelndes, farbintensives visuelles aber auch emotionales Erlebnis.
Tausende kleiner Fragmente - Fliesen, Spiegel, Glas, Naturstein oder auch Metall - fasst der Künstler in seinen Bildern zusammen. Dabei hat er über die Jahre seine Technik immer weiter verfeinert. „Mein Bestreben ist es, auf Basis von Mosaiktechnik Wandobjekte zu schaffen, die dem Eindruck eines gemalten Bildes zumindest sehr nahe kommen“, so Udo Müller. Das „Stonepainting“, das Malen mit Stein, wie er es entwickelt hat, erfordert ein Maximum an Geduld und handwerklichem Können. Udo Müller schneidet und knipst das Material in feinste Stückchen. Von jedem Farbton benötigt er eine Vielzahl an Abstufungen - denn anders als beim Malen kann er seine Farben nicht mischen, sondern muss Farbverläufe durch das Aneinanderreihen feinster Farbvarianten erzeugen. Wie bei einem Puzzle benötigt jedes kleine Teilchen ein passendes Gegenstück.
Dabei muss sich der Künstler immer wieder das große Ganze in Erinnerung rufen. Viele Wochen Arbeit sind notwendig, bis ein Bild dieser Komplexität fertig ist. Eine Arbeit, die ein geschultes künstlerisches Auge braucht, damit nicht nur einfach bunte Steinchen aneinander geklebt werden, sondern Bilder mit Tiefe, Tiefgang und Tiefenwirkung entstehen.
Die Arbeiten von Udo Müller bestechen nicht nur durch das handwerkliche Können, sondern auch durch die Botschaften, die sie transportieren. Es sind oft politische oder gesellschaftskritische Themen, die er aufgreift, die er in Metaphern oder Chiffren kleidet, indem er sich auf die Bildwelt
alter Mythologien bezieht. Ein häufiges Sujet in Udo Müllers Bildwelten ist Landschaft. Mit sensiblem Blick zeigt er das Schöne und Einzigartige. Hier werden seine farbintensiven Wandobjekte zu Liebeserklärungen an die Natur, an das Ursprüngliche und Ungebändigte. Es sind Impressionen, die er auf seinen Reisen rund um den Globus u.a. auf die Seychellen einfängt und detailverliebt in seinen Mosaiken festhält. Familiärerseits war dem Diplomkaufmann diese Art von Kunst nicht in die Wiege gelegt. Aber eine andere: Die Kunst des Backens. Udo Müller (71) ist zehnter Spross der über 250 Jahre alten Traditionsbäckerei „Traber Beck“ aus Au bei Küps. Doch bereits als Jugendlicher hat er zur bildenden Kunst gefunden. Während seiner Schulzeit und des Studiums der Betriebswirtschaft in München hält Udo Müller seine Gedanken in Romanen, in Zeichnungen, Aquarellen und mit Ölfarben fest.
Entstanden sind in dieser Zeit vor allem surrealistische Arbeiten. Komplexe, oft traum- und auch albtraumgleiche, mit hoher technischer Raffinesse und akribischer Genauigkeit realisierte Bildwelten, die er mit seinem Pseudonym „Udopia“ signiert. Ein Name, der gleichsam für die Welt steht, wie sie Udo Müller sieht.
Obwohl im Herzen immer ein Künstler, sieht sich Udo Müller der Familientradition verpflichtet. Er absolviert nach dem Studium eine Bäckerlehre, die er als Meister abschließt. 1986 übernimmt er den elterlichen Betrieb und bringt das Unternehmen „Traber Beck“ zur Blüte. „Auch hier habe ich mich kreativ ‚ausgetobt‘ - nur eben anders“, bekennt er augenzwinkernd.
Die Bäckerei hat Udo Müller mittlerweile aufgegeben. Da, wo früher kulinarischer Genuss ganz oben stand, gibt es nun Kunst-Genuss. Aus dem ehemaligen Ladenlokal hat er nun einen Kunst-Erlebnisraum geschaffen, der weithin einmalig ist: eine Kunst-Bäckerei.
In Zusammenarbeit mit dem Kronacher Kunstverein zeigt Udo Müller hier nun einen Ausschnitt aus seinem mehrere hundert Exemplare umfassenden Werk.
26.04. - 31.05.2026
MARTIN FURTWÄNGLER
MALEREI
VERNISSAGE: SONNTAG, 26.04.2026, 11:00 UHR
FÜHRUNG: DONNERSTAG, 07.05.2026, 18:00 UHR

Block Party, 2020 / 2022, Acryl auf Holz, 30,0 x 20,7 cm. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
In der Werkschau zeigt Martin Furtwängler seine Sicht auf die Welt und schafft visionäre Zukunftsbilder. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt.
Martin Furtwängler wurde 1954 in Karlsruhe geboren. Er studierte ab 1972 u.a. an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg und ab 1975 an der Hochschule der Künste in Westberlin zunächst Produktdesign, später Malerei und freie Grafik. Ab 1983 war er Meisterschüler von Gerhard Bergmann.
1992 erhielt er den Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach. Typisch für Furtwängler: seine breiten Striche, freien Schwünge und die maximale Reduktion. Dabei oszilliert sein Ausdrucksspektrum zwischen grafisch-linear und dem intuitiven malerischen Prozess, der sich expressiv in großer Geste entlädt. Neben seinem malerischen und grafischen Oeuvre gehören auch originalgrafische Kunstbücher zu seinem Schaffen. Arbeiten von Martin Furtwängler befinden sich in den Sammlungen zahlreicher Museen und Bibliotheken.
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Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von Martin Furtwängler:




